Linux-Modus [A] (Archiv)

Einleitung

Chrome OS bringt eine Linux-Distribution mit und dieses Linux basiert zum Stand Februar 2022 auf Debian 11 Bullseye. Man kann es auf den meisten Chrome OS-Geräten über die Systemeinstellungen aktivieren. Dann läuft es in einer Art virtuellen Maschine in einem Container.

Der „Linux-Modus“ ist kein stehender Begriff, aber ich kann ihn mir einfach nicht abgewöhnen. Klingt einfach richtig für mich. 😉

Solltest du ihn nutzen?

Da muss ich dir leider antworten: Es kommt darauf an! 🙂

Je nach Vorwissen, ist es mehr oder weniger ratsam, Linux unter Chrome OS zu nutzen.

Obwohl ich dafür auch viele Inhalte für EinsteigerInnen und fortgeschrittene Computer-AnwenderInnen bereitstelle, kommst du in einer Problemsituation womöglich nicht allein weiter. Bist du etwas fortgeschrittener, kannst du dir vielleicht mit einer Internetsuche nach dem Problem oder einem YouTube-Video behelfen. Denn Linux zu nutzen, ist alles andere als trivial. Als Computer-Profi lächelst du vielleicht nur müde und kommst schnell klar.

Wofür solltest du ihn nutzen?

Ich empfehle dir, wann immer es eine Web-Version deiner App gibt, diese den anderen Versionen vorzuziehen.

Dies ist jedoch kein Muss! Nutzt du lieber den Play Store und Android-Apps, wie auf deinem Smartphone? Kein Problem! Die Apps lassen sich genauso einfach wie dort auf Chromebooks installieren.

Ist keine Web– oder Android-Version deines Programms unter Chrome OS verfügbar, oder du möchtest beide nicht nutzen, besteht die Möglichkeit, Linux-Apps im Linux-Modus von Chrome OS zu verwenden. Dadurch stehen dir zahlreiche Linux-Anwendungen zur Verfügung. Meist Open Source und kostenlos, aber es gibt auch hochprofessionelle kommerzielle Software.

Viele Leute wollen z. B. LibreOffice auch auf einem Chromebook nutzen. Das ist möglich! Ich habe hier beschrieben, wie du das installieren kannst: Link. Meiner Meinung nach, versuchen das auch EinsteigerInnen, genauer gesagt normale AnwenderInnen, die ansonsten einfache Apps nutzen, im Internet surfen und Multimedia konsumieren. Wie oben bereits erwähnt, kannst du als eine solche Person schnell in ein Problem laufen und weißt nicht, wie du es lösen kannst. Ich möchte dich nicht davon abhalten, aber dich darauf hinweisen!

Zu den Fortgeschrittenen und Profis: Früher hat Google den Linux-Modus als Linux (Beta) bezeichnet. Mit Ende der Beta-Phase wurde daraus ein Linux für „Entwickler“. So wird es in den Systemeinstellungen angezeigt. Du kannst den Linux-Modus natürlich als Nicht-Entwickler nutzen, aber das Ganze schreckt normale AnwenderInnen ein wenig ab. Findest du nicht auch?

Entwickler können Android Studio (Herstellerseite), Visual Studio Code (Herstellerseite), Netbeans (Apprepo), Eclipse (Apprepo) u. v. m. nutzen, um Software zu produzieren. Auch Editoren wie z. B. Atom sind verfügbar.

Den Linux-Modus aktivieren?

Wie man den Linux-Modus aktiviert, habe ich in diesem Post beschrieben: Link.

Das ist einfach, da man durch fortwährendes Bestätigen von „Weiter“ ohne Vorkenntnisse ans Ziel kommen kann.

Wie geht’s weiter?

Profis und manche Fortgeschritte wissen mit dem Terminal direkt etwas anzufangen und setzen gleich die ersten Befehle ab, um die Software zu installieren, die sie benötigen. Oder sie laden Debian-Pakete auf ihr Chromebook herunter, um diese per Doppelklick in der Dateien-App auf ihr System zu installieren.

Einsteiger und normale Anwender möchten wohl eher die Finger davon lassen. Dennoch habe ich einen Guide beschrieben, wie du einen grafischen App-Store installieren kannst. Ist dieser auf deinem System installiert, kannst du dein Linux darüber aktualisieren und per Klick aus einem Katalog Software installieren. Das klingt doch schon besser, oder? 😉 Teil 1 des Guides beschreibt das Gnome Software Center, welches ich klar bevorzuge, weil man über den Bestandteil „Pakete,“ per Klick weitere Pakete, wie etwa die Sprachdateien von LibreOffice ohne Terminal installieren kann. Teil 2 beschreibt KDE Discover.

Auch ein mächtiger Dateimanager ist sehr hilfreich. Hier mein Guide zum Double Commander: Link.

Wenn du in der Dateien-App per Rechtsklick Ordner mit Linux teilst, sind diese unter „/mnt/chromeos“ im Linux-Modus sichtbar. So erhalten Linux-Anwendungen Zugriff auf Ordner aus dem Kern von Chrome OS. Die Dateien-App darf auf beide Dateisysteme zugreifen.

Damit verfügst du über sämtliche Handwerkzeuge, die du benötigst, um aus dem Linux-Modus von Chrome OS auf deinem Chromebook eine mächtige Softwareumgebung zu machen.

Im Menü oben findest du weitere Links zum Thema Linux-Modus und andere hilfreiche Inhalte.

Mehr über Chrome OS und dessen Apps kannst du wie immer im Blog oder auf YouTube erfahren.


Bei den Wörtern in kursiv kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Oder aber es sind Fachbegriffe aus der IT-Welt, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.

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